Manuela: Der König der Barmherzigkeit wies uns bei Seinen Erscheinungen mehrmals darauf hin, dass die Abtreibung die größte Sünde unserer Generation sei. Erscheint der Herr nicht in Seiner Heiligen Kindheit um den ungeborenen Kindern eine Stimme zu geben, die keine Stimme haben? Sicher hört Er ihren stummen Hilfeschrei, denn Gott bleibt nichts verborgen. Sagte der himmlische König nicht, dass wir die Kinder entrechtet haben? Das schließt das Verbrechen des Missbrauchs an Kindern ebenso mit ein, wie die große Zahl der Abtreibungen. Wir erheben uns über Gottes Gebot und nehmen unseren eigenen Kindern das Leben. Wir entscheiden, wer leben darf und wer nicht. Wir üben Macht aus über die, die uns hilflos ausgeliefert sind. Vielleicht sind unserer Gesellschaft demnächst die alten Menschen auch ein zu großer Kostenfaktor und es wird der Weg der Euthanasie gewählt? Einmal angefangen, hört die Spirale des Bösen nicht auf. Hat der heutige Mensch so sehr sein Herz verhärtet, dass er über diese vielen getöteten Ungeborenen und den Missbrauch an Kindern, hinwegsehen kann? Wie will der Mensch sich einmal vor Gott rechtfertigen? Kann ein Mensch eine Abtreibung so einfach verkraften, eine Ehe mit dieser Last weiteren Bestand haben? Hat eine Abtreibung keine Wirkung auf die Seele?

Am Christkönigsfest, dem 21. November 2021, rief uns der Herr erstmalig auf, ein Haus Seines Erbarmens zu gründen. Wir sollten in nicht nur um Wiedergutmachung vor dem Ewigen Vater beten, sondern es sollten auch gute Werke getan werden. Dies sei, so der himmlische König, auch eine Form der Barmherzigkeit. Der Ewige Vater würde uns dadurch wiederum Sein Erbarmen schenken. Nach der Vollendung des Neubaus des Hauses Jerusalem befand sich jedoch nur noch ein geringer Betrag auf dem Konto des Fördervereins, sodass an einen weiteren Neubau kaum zu denken war. Doch dann vertraute mir der Herr persönlich an, dass dieses Haus des Erbarmens nicht mehr neu gebaut zu werden bräuchte, denn es existiere bereits, und dementsprechend informierte ich unseren Vereinsvorstand. Doch auch an den Kauf eines Hauses konnten wir aufgrund des damaligen Kontostands des Vereins nicht denken. Aber gut, dieses Haus musste auch erst einmal gefunden werden. Zum Haus des Erbarmens erfolgten weitere Aufrufe des Herrn. Wir verfolgten die Angebote der Immobilienmakler im Internet. Wie sollten wir das Haus finden? Der Herr vertraute mir nun bei einer Erscheinung an, er würde sich in dem besagten Haus zeigen, wenn wir es besichtigen würden. Am 24. Juli 2022, einem Sonntag, dem Gedenktag des Heiligen Charbel, hatten wir den Besichtigungstermin eines Hauses. Die Dame des Hauses konnte uns nur an einem Sonntag empfangen, da sie berufstätig war. Doch an diesem Sonntag besuchte jeder vom Vorstand in diesem Anliegen zuerst einmal die Heilige Messe. Wir auch. Bevor wir zu unserem Termin fuhren, schaute ich kurz ins Internet unter „Immobilien“ nach. Mir fiel ein schönes Haus ins Auge, welches auf unserem Weg lag. Der Ort war bekannt. Zunächst einmal besichtigten wir das andere Haus. Der Herr zeigte sich nicht und das Haus schien auch nicht zu passen. Wir sagten ab. Nach der Besichtigung entschied der Vorstand des Fördervereins, das neu entdeckte Haus, welches auf dem Weg lag, von außen einmal anzuschauen. Als wir dort ankamen, waren wir alle begeistert. Das Haus mit Garten war wunderschön. Es war Sonntag. Ob wir klingeln und um eine Besichtigung bitten durften? Wir wagten es. Ein nettes Ehepaar öffnete uns die Haustür und willigte ein, das Haus besichtigen zu dürfen. Es sei gerade erst ins Internet gekommen, wir seien die ersten Interessenten für dieses Haus. In der kommenden Woche hatten sich weitere Interessenten angesagt. Als ich vom Flur das Wohnzimmer Richtung Terassentüre betrat, sah ich den König der Barmherzigkeit. Er schwebte in der Luft. Wir brauchten nicht weiter zu suchen. Das Haus des Erbarmens war gefunden. Er hat Sein Wort gehalten, wie immer! Der Vorstand nahm die Kontaktdaten der Eheleute und des Immobilienmaklers auf. Draußen sprachen wir dann noch einmal über das Haus. Ein Mitglied des Vorstandes aber wollte es trotz allem nicht kaufen. Erst müsse ein Konzept her. Da es aber bereits mehrere Interessenten für dieses Haus gab, wäre es für uns verloren gewesen, wenn wir gewartet hätten. Da war er wieder, der Diabolos, der mir schon beim Haus Jerusalem so viele Schwierigkeiten in den Weg gelegt hatte. Doch die anderen, mutigeren Vorstandsmitglieder willigten ein, sich um den Kauf dieses Hauses zu bemühen. Schon am nächsten Tag, dem 25. Juli 2022, fand unser Gebetstreffen statt. Der König der Barmherzigkeit erschien und sagte, Er würde uns das Haus des Erbarmens schenken! Wir waren sprachlos, denn uns fehlten die Finanzen. Wie sollte dies gehen? Hinzu kam noch, dass der Immobilienmakler uns eine Frist zum Kauf des Hauses bis kommenden Donnerstag gab, da es noch andere solvente Interessenten gab. Aussichtslos für uns! Doch den Worten des Jesuskindes vertrauend beteten wir: Jesus, ich vertraue auf Dich! Pater Dietrich und Pater Ägidius unterstützen uns in diesem Anliegen mit der Feier der Heiligen Messe. Auch eine Jesuskind-Novene beteten wir. Die Intention: Es sollte dieses Wunder geschehen, das wir das Haus des Erbarmens kaufen können. Nach menschlichem Ermessen hatten wir keine Chance. Wir riefen zu Spenden auf und erklärten unsere Situation und den Wunsch des Herrn. Doch dann geschah, gerade zur rechten Zeit, das Wunder. In kürzester Zeit erhielten wir eine Spende, die dem Kaufpreis für das Haus des Erbarmens entsprach – und das in dieser kurzen Zeit! Wir kauften also das Haus und sagten: „Deo gratias!“ Auch hier erfüllte sich die Zusage des Herrn, Er würde uns das Haus schenken. Alles nahm seinen Lauf. Nun öffnete sich der Himmel und ich sah eine Himmelsleiter vom Himmel herunterkommen. An jeder Leitersprosse stand ein Engel. Dann schwebte eine junge Frau im Kleid und langem dunkelblond kleingelocktem Haar die Leiter hinunter. In ihren Händen trug sie ein weißes Schild mit goldener Aufschrift: Casa Misericordia. Dann sah ich plötzlich nichts mehr. Wer war diese Frau? In meiner What‘s-App-Gruppe „Himmelsschlüssel“ fahndeten wir nach dieser Frau. Von lieben Betern erhielt ich viele Fotos, doch zunächst war unsere Suche leider vergeblich. Doch dann fanden wir sie. Diese Frau war eine der 14 Nothelferinnen: Margareta von Antiochien, Patronin der schwangeren Frauen.

Eine Hausmutter wohnt schon in der Casa Misericordia.

Die Casa Misericordia bietet Platz für eine kleine Wohngemeinschaft von drei schwangeren Frauen, da Träger-Stiftung „Ad Jesum per Mariam“ und die Spender sich den Lebensschutz zur Aufgabe gemacht haben. In geeigneten Fällen kann auch eine Mutter mit Kleinkind aufgenommen werden. Diese Wohngemeinschaft wird von der Hausmutter begleitet. Wir stellen den schwangeren Frauen, der Mutter mit Kleinkind, Zimmer zur Verfügung in einem schönen Haus in ländlicher Umgebung. Unser Haus wird getragen vom christlichen Gedanken der Gotteskindschaft. Wir denken, dass dies die Würde ist, die jeder Mensch von Gott erhält.

Nach einem Vorstellungsgespräch mit Personen aus unserer Stiftung und der Hausmutter dürfen die Frauen/Mutter mit Kleinkind in der Casa Misericordia zur Ruhe kommen, abschalten von den bisher gemachten Erfahrungen und ihr Kind in freundlicher und friedlicher Umgebung austragen. Vertrauliche Geburten sind möglich. Die Geburt erfolgt immer in einem Krankenhaus. Dazu können die jungen Mütter sechs bis maximal zwölf Monate in unserem Haus wohnen, ggf. auch länger. Die Unterkunft wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Haushaltsführung und Gartenarbeit des kleinen Gartens erfolgen gemeinsam nach einer Hausordnung bzw. einem Haushaltsplan. Die alltäglichen Aufgaben werden verteilt. Ziel ist es, die Frauen wieder gestärkt in den Alltag unserer Gesellschaft einzubringen. Jede Frau, ggf. mit ihrem Kleinkind, erhält ihr persönliches Zimmer. Geteilt wird sich der Wohnbereich, nebst Küche, Bad (Dusche, Badewanne, WC), Garten und Gartenterrasse. Besuche von Männern sind im Haus nicht gestattet. Weitere Besuche erfolgen nach Absprache. Die Hausmutter ist für die Einteilung der Haushaltsführung zuständig und leitet die Frauen der Wohngemeinschaft an. Alle Mahlzeiten werden in der Regel gemeinsam zubereitet und eingenommen. Es gibt einen geregelten Tagesablauf. Pädagogische, medizinische und psychologische Hilfe können wir selbst nicht leisten. Diese erfolgt durch Fachkräfte außer Haus. Wir möchten hiermit schwangere Frauen/Mütter mit Kleinkind ansprechen, die volljährig sind und keiner stationären Pflege bedürfen.

(Weitere Informationen: Stiftung Ad Jesum per Mariam, Bahnhofsweg 30, 52391 Vettweiß – Bankverbindung / Spendenkonto der Stiftung IBAN: DE 11 3706 0193 0012 4450 24 – Pax- Bank Köln)

Es sei allen Helferinnen und Helfern gedankt, die bei der Renovierung des Hauses und bei der Gartenarbeit geholfen haben. Zur Zeit machen wir das Haus publik, ohne seine Lage bekannt zu geben, damit die Bewohnerinnen später dort in Ruhe wohnen können. Wir verteilen die Flyer der Casa Misericordia in Krankenhäusern, Arztpraxen, Gynäkologischen Praxen, Beratungsstellen für Schwangere, soziale Hilfsdienste für Frauen. Möge uns Gott alle, die uns helfen, reich segnen! Möge der Herr die zukünftigen Bewohnerinnen und ihre Kinder segnen!