Manuela: Dieses Skapulier wurde auf meinen Wunsch hin gefertigt. Es war wie ein permanentes inneres Drängen, dieses Skapulier zu fertigen. Es trägt die Botschaft von Sievernich in sich. Wir fangen bei den auf dem Skapulier dargestellten französischen Lilien an. Zum einen stehen sie für den Lilienregen von Sievernich. Die Lilie ist aber auch die Lieblingsblume des Herrn. Auch eine Blume der Vergebung und schließlich die Wappenblume des Frankenkönigs Chlodwig, der im Gebiet vor Zülpich, im Sievernicher Gebiet also, die Schlacht gegen die Alemannen gewann, sich und sein Volk danach katholisch taufen ließ und die Merowinger-Dynastie und das christliche Frankenreich begründete. Das dargestellte goldene Zepter ist getränkt in das Herzblut unseres Herrn. Wir werden bei der Erscheinung des Königs der Barmherzigkeit mit dem Herzblut unseres Herrn, Seinem Kostbaren Blut, besprengt. Kein eisernes Zepter der Gerechtigkeit, welches uns richtet, sondern ein goldenes Zepter der Gnade und Barmherzigkeit trägt der Herr für uns in Seinen Händen, welches zum Aspergill Seines Kostbaren Blutes wird. Dann finden wir auf dem Skapulier die goldene Krone in Form einer Mitra, die der österreichischen Kaiserkrone gleicht: eine geistliche, himmlische Krone. Hat der Herr uns nicht zu einem heiligen Volk und einem Königreich von Priestern erwählt? Krone, Zepter, Reichsapfel sind die königlichen Insignien des Herrn, Seiner Liebe und Barmherzigkeit. Ist Er nicht der König der Barmherzigkeit? IHS ist das Monogramm des Herrn, welches uns schützt und heilt. Siehe hl. Bernardin von Siena, der mit diesem Zeichen des Herrn heilte. Die blaue Farbe des Skapuliers ist die Farbe des Himmels, aber auch eine königliche Farbe. Sie steht auch für das Wasser, das der Herr am Kreuz zusammen mit Seinem kostbaren Blut vergoss, als der Legionäre die Lanze in Seine Seite stieß. Die roten Schnüre des Skapuliers stehen für das Kostbare Blut Christi, welches Er für uns vergoss. Dieses Skapulier soll uns an die königliche Würde des Herrn und Seines eingesetzten Priestertums erinnern. Denn der Herr hat die Priester in Seine Nachfolge berufen, zu Aposteln Seiner Liebe, zu dienenden Königen des Ewigen Vaters. Das Reich Gottes ist ein liebendes, dienendes Königreich, anders als das der Herrscher auf Erden. Wenn unsere Priester auf das Jesuskind schauen, sollen sie an ihre Berufung erinnert werden, die vom Herrn stammt. Ja und wir? Wir sind zu ihrer Stütze als heiliges Volk berufen. Priester und Volk dienen, so sagte mir der Herr im vertraulichen Gespräch, in einem lebendigen „Serviam“ einander. Uns allen schenkt Gott die heilige Gotteskindschaft. Wir werden durch Seine große Liebe und Sein Herzblut beschenkt. Gerade in einer Zeit der Drangsal, in der alles zu fallen scheint, kommt der Herr zu uns in Gestalt des Himmelskönigs, des Königs der Barmherzigkeit. Als wolle Er uns sagen: Deine Würde als Priester kann die Welt dir nicht nehmen, schau, Ich habe dich berufen. Ich habe Dich in mein heiliges Volk berufen, erkenne deinen Ruf, den Gott dir schenkt. Lasse dich auf Jesus und Maria ein. So erhältst auch du deine Würde zurück, die dir das Böse aus Neid laufend nehmen will. Liebe, Reue, Vergebung, Würde der Gotteskindschaft, die Erlösung durch das Kostbare Blut des Herrn – Gottes eigener einziger Sohn gibt sich für die Erlösung des Menschen hin! Das bringt das Böse zur Weißglut. All dies neidet der Satan den Menschen, weil er schon verloren hat. Dir aber bleibt die heilige Gotteskindschaft und das königliche Priestertum in Ewigkeit.