Nach der Erscheinung des Himmelskönigs am 5. Oktober 2020 ereignete sich das Sonnenwunder von Sievernich.

Um ca. 17:35 Uhr, nach der Erscheinung des Jesuskindes über dem Kastanienbaum, rief ein Mann: „Die Sonne! Ein Sonnenwunder!“ Nach einem leichten Regen, der plötzlich aufhörte, sahen mindestens 50 Personen eine helle Scheibe vor der Sonne, die sich wie eine Waschmaschine schnell drehte, pulsierte und verschiedene Farben auswarf (darunter Rot, Gold, Gelb, Blau, Rosa, Lila). Die Beter sangen, beteten und verfolgten das Sonnenwunder mit ihren Blicken. Nach einiger Zeit wurde die ganze Sonne größer und heller und kam auf uns Beter zu. Dies geschah in drei Schritten, d. h. die Sonne wurde groß; kam näher, hielt an, kam näher, hielt an, kam näher und hielt erneut an. Als sie nahe bei uns war, wurde es sehr warm. Sie ging mit einem Mal wieder zurück und wurde dann wieder kleiner. Während der ganzen Zeit warf die Sonne Farben aus. Eine Betergruppe sah in der Sonne das Herz Jesu, andere Beter ein Kreuz, eine dritte Betergruppe in der Sonne eine Taube. Das Sonnenwunder dauerte 15 bis 20 Minuten. Zu den 50 Augenzeugen des Sonnenwunders gehörten Priester, Ordensleute, Akademiker, Arbeiter usw. Alle die dort waren, sahen es. Einige Beter versuchten, das Sonnenwunder zu filmen oder zu fotografieren. Teilweise fielen ihre Handys aus, die Kameras fokussierten sich laufend und kamen mit der Schnelligkeit der rotierenden Sonne nicht zurecht, sodass keine wirklich beweiskräftigen Aufnahmen vorliegen.

Bilder vom Sonnenwunder

Eine Zeuge, der das Sonnenwunder filmen konnte, erklärt:

„Bei diesem Foto handelt es sich um einen Screenshot eines Videos von 9 Minuten und 27 Sekunden Länge, das ein Beter mit seinem Smartphone aufnahm – eines der wenigen, die nicht ausfielen, als sich das Sonnenwunder ereignete. Vor der Sonne war eine Scheibe, so dass man problemlos in die Sonne hineinschauen konnte. Am Himmel drehte sich die Sonne bzw. die Scheibe vor der Sonne rasend schnell im Kreis wie eine Waschmaschine im Schleudergang und warf in äußerst langen Strahlen alle mögliche Farben von sich aus: rot, rosa, lila, gelb, grün, blau, orange usw. Das ganze Firmament und die Erde und alles auf der Erde wurden in diese vorbeiflitzenden Farben getaucht. Die Elektronik des Smartphones konnte das nicht aufnehmen, es war überfordert. Außerdem waren die Farben hell und dunkel. Die Kamera musste dauernd neue Verschlusszeiten und Blenden berechnen für die richtige Belichtung, und das jede tausendstel Sekunde erneut. Das schafft die Kamera nicht.

Das Sonnenwunder spiegelte sich aber in der kleinen Linse der Handykamera. Diese Spiegelung verkleinerte sich durch die konvexe Linse. Beim Filmen wurde die Spiegelung nicht gesehen, erst danach beim Anschauen. Die Kamera filmte diese Spiegelung ununterbrochen. ,Sofern sie auf einen dunklen, schwarzen Hintergrund fiel, wird das Sonnenwunder sichtbar, jedoch so, dass die schnell kreisenden Farben vermischt sind, weil die Kamera die Videobilder nicht mit einer Verschlusszeit von einer tausendstel Sekunde aufnimmt, sondern mit viel zu langen Verschlusszeiten, während die Farben rasend schnell kreisten. Daher sieht man keine einzelnen Farben, sondern nur ihre Vermischung in den Farbkreisen um die Sonne. Wunderbar sind jedoch die Farbkreise um die Sonne zu erkennen. Aus den Farbmischungen können die tatsächlichen rotierenden Farbstrahlen rekonstruiert werden: Wo wir grün sehen, waren es tatsächlich vor allem blaue und gelbe rotierende Strahlen, wo wir lila sehen, waren es vor allem rote, orangene, rosa und blaue rotierende Farbstrahlen. Man muss sich das ganze nur wesentlich größer vorstellen, so dass das ganze Firmament und die Erde innerhalb der Farbkreise sind, weil die kleine konvexe Linse der Kamera die Spiegelung sehr verkleinert. Daraus ergibt sich auch, dass die Sonne in Wirklichkeit überdimensional groß war, weil sie in 3 Sprüngen auf uns zugesprungen kam und enorm groß vor uns stand. Es wurde dabei sehr warm, ja heiß. Die Personen auf dem Video werden von einem übernatürlich hellen Licht angestrahlt. Die Gesichter der Personen strahlen übernatürlich hell.

Mitten in der Sonne ist das Brustbild von Jesus Christus sichtbar, der in Seiner rechten Hand das Zepter nach oben hält und in der linken Hand die Erdkugel. Auf diese Weise sieht Ihn Manuela immer wieder, jedoch in ganzer Körpergröße als Prager Jesuskind. Wenn Manuela sagt, Jesus strahlt ganz aus Licht, ist selbst ganz aus Licht geformt und von Ihm strahlt unendlich schönes Licht aus, so kann das Foto einen Eindruck davon vermitteln. Wir müssen Gott von Herzen danken, dass die kleine Handykamera das auch noch in der stark verkleinerten Spiegelung durch die konvexe Weitwinkellinse sichtbar macht und erkennen lässt.“

Zeugen berichten vom Sonnenwunder

Edeltraud Pavlovic, Alsdorf

„Nachdem das Jesuskind erschienen war, sind noch einige der anwesenden Beter zu Frau Strack gegangen und habe Fragen gestellt. Plötzlich rief ein Mann: ‚Ein Sonnenwunder!‘ Er rief es mehrmals und alle sahen zum Himmel auf. Dort sahen wir dann die Sonne, die sich drehte. Ich habe das mit dem Cursor eines Computers verglichen der sich dreht wenn er einen Begriff sucht. Es war so seltsam für mich, dass ich bei einem Wunder dabei sein sollte, ich verstand es zuerst nicht. Ich fragte meine Freundin, ob das richtig ist, was ich da sehe. Sie bejahte dies. Auf einmal waren viel wunderschöne Farben zu sehen, die Sonne wurde groß und es wurde wohlig warm. Es war ein großer, emotionaler Moment für alle Anwesenden.“

Maria Rombach, Jülich

„Nach einer Gebetswache am Brunnen am 5. Oktober 2020 erschien der Frau S. das Jesuskind mit einer Botschaft für die Menschheit. Das Jesuskind hatte sich gerade verabschiedet, als ein Herr aus der Menge rief: „Ein Sonnenwunder!“. Von meiner Position konnte ich die Sonne nicht genau sehen, sie wurde durch ein Haus verdeckt. Als ich ein wenig seitlich ging, sah ich, dass die Sonne rotierte und sich ganz schnell um die eigene Achse drehte. Dabei sprühte sie alle möglichen Farben aus, rot, gelb, grün, blau, lila, orange, rosa, usw. Vor der Sonne war eine Scheibe, so dass man ganz leicht in die Sonne hineinschauen konnte. Während sie rotierte, kam die Sonne plötzlich näher, näher, und noch näher auf uns zu. Sie wurde dadurch riesig groß und es wurde richtig warm, wie im Hochsommer. Ich weiß nicht mehr genau, wie lange das Sonnenwunder anhielt, ich denke ca. eine halbe Stunde. Dann kehrte die Sonne wieder auf ihre normale Position zurück. Alle anwesenden (50-60) Personen haben das Sonnenwunder gesehen. Ich kann das Gefühl in diesem Moment nicht beschreiben. Es war recht kühl an diesem Tag, aber danach war mir so warm. Ich dachte, ich traue meinen Augen nicht, so etwas habe ich noch nie gesehen. Zeitweise dachte ich, die Sonne fällt gleich vom Himmel. Wenn ich darüber nachdenke, bin ich heute noch ergriffen und dankbar, das alles erleben zu dürfen.“

Marlene von Wirth, Linnich-Ederen

„Am 5.10.2020 war ich dabei, als sich nach der Erscheinung des Jesuskindes etwas ereignete, das ich bis heute noch nicht wirklich fassen kann. Während der Erscheinung kniete ich neben Manuela, um alles aufzunehmen. Nachdem sie, wie jedes Mal, den Pilgern von der wunderbaren Erscheinung erzählt hat, wollten wir zum Brunnen und dann in das Haus der Begegnung gehen. Ich erinnere mich noch genau, dass es ein wenig regnete bzw. nieselte, als Jesus zu Manuela sprach, doch als sie davon erzählte, hörte der Regen langsam auf und als wir uns auf den Weg ins Haus machten, kam die Sonne heraus. Ich bemerkte, dass sie sehr warm und intensiv war, da rief schon ein Pilger: ‚Da, die Sonne, seht die Sonne!‘ Ich drehte mich um und sah etwas für mich Unglaubliches, etwas, das ich niemals für möglich gehalten hätte. Ich sah die Sonne, wie sie sich drehte. Man kann es so beschreiben, dass sie rotierte, wie eine Waschmaschinentrommel sich dreht. Die Sonne kam langsam immer näher und um die Sonne herum bildete sich ein Kranz von Farben: Lila, Rot, Grün … irgendwie schienen diese Farben aus der Sonne herauszukommen. Es war so warm, fast schon heiß und ich war so gefangen von diesem Ereignis, dass mein Herz pochte. Einige riefen: ‚Bitte nicht in die Sonne schauen‘, aber ich tat es doch. Ich wollte auch fotografieren, doch mein Handy spielte verrückt, ich bekam es nicht fokussiert. Dies ist für mich so unglaublich! Ich kenne natürlich das Sonnenwunder von Fatima, aber so etwas zu erleben war einfach unglaublich, und wunderbar zugleich – wie die Sonne sich dreht, einfach dreht, und uns dabei so unfassbar nahe kommt, als würde sie die Erde berühren oder zur Erde fallen, anders kann ich es nicht beschreiben. Es hielt lange an, für mich gefühlte 20 – 30 min…“

Dr. med. Berta Vera Wahrmann und Dr. Friedrich Wahrmann, Köln

„Schon während der Erscheinung des Jesuskindes haben wir erlebt, dass die Regenbrise plötzlich aufgehört hat und die Sonne strahlte auf den Platz und wir spürten eine angenehme Wärme. Als wir auf das Sonnenphänomen hingewiesen wurden (ca. 17.40 Uhr), sahen wir dunkle Wolken und zwischen diesen dunklen Wolken die Sonne, die sich im Uhrzeigersinn drehte. Diese dunklen Wolken wurden langsam vom Wind weggetrieben und wir konnten die Sonne deutlicher sehen; wie sie sich gedreht und  verschiedene Farben ausgestrahlt hat (gelb, orange, grün, blau, rot). Die Strahlen der Sonne in verschiedenen Farben reflektierten sich auf uns allen: auf Gesichtern, Kleidung, Gebetsblättern und der ganzen Umgebung. Als wir erkannten, dass es sich um ein Sonnenwunder handelt – wie im Oktober 1917 in Fatima – haben wir alle angefangen zu beten.“

Sr. Alfonsa Fischer, Mutterhaus der Franziskus-Schwestern, Krefeld

„Dankbar denke ich zurück an das Ereignis in Sievernich am 5. Oktober 2020, als ich das Sonnenwunder miterleben durfte, wobei sich die Sonne – nach einem kurzen Regen – in Farben drehte oder auch auf uns zuzukommen schien und das über eine lange Zeit hin.“

Edith Maria Behrendt, Sankt Augustin

„An diesem Tag (5. Oktober 2020) fuhr ich mit 2 Freundinnen aus Bonn und Siegburg nach Sievernich zum Gebets-Nachmittag. (…) (Nach der Erscheinung des Jesuskindes erwähnte Manuela), dass ihr gesagt worden war, es würde ein Wunder geschehen. Jemand rief im gleichen Augenblick: Die Sonne – die Sonne! (…) Da ich direkt in das Gesicht von Frau Manuela S. sehen konnte, hatte ich den Eindruck, dass sie selbst überrascht war und wohl nicht damit gerechnet hatte, dass das angekündigte Wunder sich sofort ereignen würde. Außerdem wusste sie wohl nicht, dass es ein Sonnenwunder geben würde, weil sie noch rief, was ich genau gehört habe: ‚Schauen sie nicht in die Sonne!‘Plötzlich rief meine Freundin Christa mir zu: ‚Edith, komm dich auch hierher nach links‘. Noch stand ich nämlich in der Nähe des Kastanienbaums, wo man wegen des Nachbarhauses die Sonne überhaupt nicht sehen konnte. Also lief ich dann auch dorthin, wo meine Freundin Christa und die meisten standen und wie gebannt zur Sonne hin schauten. Dann nahm ich auch selbst wahr, wie die Sonne sich im Uhrzeigersinn – nach rechts – sehr schnell drehte und viele bunte Strahlen um die Sonne ausgeworfen wurden. Ohne weiteres konnte ich dies erkennen. Wir alle sahen ein ganz großartiges Geschehen am himmlischen Firmament. Immer wieder bildeten sich bunte Strahlen um die sich drehende Sonnenscheibe. Man war total gebannt von diesem Anblick und konnte sich kaum davon lösen. So schön war das. Viele zückten ihr Handy, um dieses überirdische Ereignis fotografisch einzufangen. Doch – meines Wissens – war es niemandem gelungen… Dieses Wunder dauerte etwa 15-20 Minuten. Auf einmal schob sich eine Wolke vor die Sonne und es sah aus, als ob nunmehr das ‚Himmelsfenster‘ wieder verschlossen war. Ich war schon etwas traurig, dass alles vorbei war … Auf der Rückfahrt im Auto haben wir noch lange über dieses großartige Ereignis gesprochen und konnten es kaum fassen, dass wir gewürdigt wurden, dieses außerordentliche himmlische Wunder haben sehen dürfen… diese rotierende Scheibe, die mir bestätigt, dass es eine himmlische Wirklichkeit tatsächlich gibt.“

Thomas Hasenauer, Fulda

„Eventuell eine oder zwei Minuten nach der Erscheinung hörte der Regen auf, die Wolken verschwanden und in dem Pfarrgarten erkannte man, dass nun die Sonne schien. (…) Nie habe ich vorher so etwas gesehen: die Sonne schien und ich konnte hineinschauen.Frau S. erzählte gerade von der Botschaft des Jesuskindes. Ich unterbrach sie und rief in die Menge ‘die Sonne, schaut, ein Sonnenwunder. Der Herr schenkt uns ein Sonnenwunder.‘ Die Beter kamen von Ihren Plätzen im Schatten zu mir herübergelaufen (ca. 10 Meter) und schauten gen Himmel empor. Die Sonne drehte sich, kam auf uns zu, es wurde sehr warm und sie warf verschiedene Farben aus. Es war wunderschön.“

Schwester M. Elisabeth Decker, Franziskanerin, Aachen-Eilendorf

„Während der Erscheinung des Gnadenreichen Jesuskindes machte meine Begleiterin, Frau Schmitz Bramhoff, mich mehrmals sehr deutlich auf die kreisende Sonne mit wunderbarem Farbenspiel aufmerksam. Ich sah, dass die Sonne nicht grell leuchtete, sondern ein wunderbares, warmes Licht hatte. Die Sonne rotierte ganz schnell und hatte einen deutlich abgesetzten Reifen um den Sonnenball. Das Farbenspiel im Sonnenball und die Sonne tanzten hin und her. Ich sah plötzlich einen schönen, großen, roten Feuerball vor mir. Der Durchmesser war ca. 1,5 Meter bis 2 Meter. Dieser rote Feuerball war ungefähr 1 Meter von mir entfernt und er kam sehr, sehr langsam auf mich zu und da bekam ich eine panische Angst und starkes Herzrasen. Ich hatte das Gefühl, mein Hals wäre zugeschnürt, weil ich nicht wusste, wohin ich ausweichen sollte. Der Feuerball blieb dann stehen. Ich schaute nach rechts und sah rechts neben mir zwischen den Leuten die Manuela und rief ihr zu: ‚Manuela, schau mal, die Sonne kommt auf uns zu, die Sonne kommt auf uns zu.‘ Manuela rief dann auch: ‚Ja, die Sonne kommt auf uns zu, sie bewegt sich.‘ Die Sonne, ein roter Feuerball, kam sehr nah und blieb eine Handbreit vor mir stehen. Der Feuerball strahlte keine Wärme aus. Ich hatte keine Angst mehr und betrachtete den schönen roten Feuerball. So plötzlich wie er gekommen war, verschwand er auch wieder.“

Sonnenwunder

Es gibt in der fast 200jährigen neueren Geschichte der Marienerscheinungen nur zwei Sonnenwunder, die mit dem Ereignis von Sievernich vergleichbar sind: Die Sonnenwunder von Fatima (am 13. Oktober 1917) und Heroldsbach (8. Dezember 1949).

Das Sonnenwunder von Fatima

Das Sonnenwunder von Fatima war bereits drei Monate zuvor, bei der Erscheinung vom 13. Juli, von der Gottesmutter angekündigt worden. Dementsprechend waren um die 70.000 Menschen an jenem 13. Oktober in das Dorf im portugiesischen Hochland geströmt, darunter auch Skeptiker und kritische Journalisten, die nur darauf warteten, ihren Spott über die „naiven Gläubigen“ und „Wundersüchtigen“ auszuschütten. Das Wetter war katastrophal an diesem Tag. Es hatte die ganze Nacht zuvor genieselt, morgens um 10.00 Uhr gefolgt von einem heftigen Regen, begleitet von einem starken Wind. Die feuchte Kälte dieses Tages durchdrang die Kleider der Menschen, die stundenlang auf das Erscheinen der Seherkinder gewartet hatten, viele von ihnen die ganze Nacht hindurch. Bald waren die Pilger völlig durchnässt, während die Wiese, auf der sie standen, allmählich von Schlamm bedeckt war. Erst als die Gottesmutter um Punkt 12.00 Uhr den Seherkindern erschien, hörte der Regen auf und begann sich der Himmel allmählich aufzuhellen. Schließlich glitt die „weiße Frau“ auf die Sonne zu, was eines der Kinder, Lucia, lauthals verkündete. Was dann geschah, schilderten die Zeugen fast einhellig gleich: Zunächst schien es, als würde sich die Sonne in eine silbrige Scheibe verwandeln, die jetzt anfing, sich zu drehen  und schließlich wie ein „Katharinenrad“ in einem Feuerwerk helle Strahlen bunten Lichtes aussandte, die alle Objekte auf dem Boden in die ausgestrahlten Farben tauchte. Nach einigen Minuten schien es, als stürze die Sonne auf die Erde zu, was eine Panik unter den Menschen auslöste; sie dachten, das Ende der Welt sei gekommen. Dabei verspürten alle eine große Hitze; auch ihre Kleidung und der gerade noch schlammige Boden wurden urplötzlich getrocknet. Nach etwa zehn Minuten zog sich das helle, heiße Licht wieder an die Stelle zurück, wo die Sonne vor dem Wunder gestanden hatte. 

Das Sonnenwunder von Heroldsbach

Das Sonnenwunder von Heroldsbach war der unangekündigte Höhepunkt einer Erscheinungsserie, die von 1949 bis 1952 andauerte und auf den heftigen Widerstand des Bistums Bamberg stieß. Etwa 10.000 Pilger waren am 8. Dezember 1949, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens, nach Heroldsbach geströmt, wo für 15.00 Uhr ein Rosenkranzgebet angesetzt war. Auch hier hatte es zuvor geregnet. Nachdem die Gottesmutter den neun Sehermädchen erschienen war, ertönten Rufe in der Menge: „Die Sonne, die Sonne, die Muttergottes steht in der Sonne!“ Einer der Augenzeugen, der renommierte Theologe Prof. Dr. Johann Baptist Walz, gab später zu Protokoll, was tausende Pilger bezeugten: „Nun blickten wir hin zur Sonne, da plötzlich fing die Sonne sich zu drehen an, ganz schnell im Kreise herum, und die Drehungen so deutlich erkennbar, so schnell, dass ich die Vorstellung hatte, wie wenn ein Motor die Sonnenscheibe rhythmisch sehr rasch drehen würde. Dabei erschien die Sonnenscheibe in den herrlichsten Farben, ein wunderschönes Weiß, dann orange, dann rosa mit blau und gründlich wechselnd, in schönster Farbenpracht, die so auffallend wohltuend und mild und lieblich auf uns einwirkte, dass wir während der ganzen Rotationsdauer von fast einer Viertelstunde trotz der außerordentlichen Helligkeit ruhig hineinsehen konnten, ohne geblendet zu werden. In der Sonne sah ich mehrere Figuren…“ Plötzlich schien sich diese „Sonne“ vom Firmament zu lösen und kam auf die Menschen zu, bis auf (scheinbare) 40-50 Meter Entfernung. Tausende warfen sich jetzt in Panik auf den durchnässten Boden und schrien in Todesangst oder beteten laut. „Sie glaubten, die Sonne falle ganz auf sie herunter und töte sie alle“ berichtet ein Augenzeuge. Dann hielt sie wieder inne, kehrte langsam an ihren Standort zurück, während auch andere Zeugen die Gestalt der Gottesmutter in ihr erkannten.