
„Noch bevor Ich als gerechter Richter kommen werde, komme ich als König der Barmherzigkeit.“
– JESUS zur hl. Sr. Faustyna Kowalska (1905-1938)
Aus dem Vorwort des Buches: „König der Barmherzigkeit“, mit freundlicher Genehmigung des Autors Dr. h.c. Michael Hesemann.
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„Auch wenn die Offenbarung mit den Aposteln abgeschlossen ist, darf das nicht so verstanden werden, als sei der aus Liebe warnende Gott mit dem Tod des Apostels Johannes in Ephesus in den Ruhestand gegangen. An einen „Deus emeritus“ mögen die Deisten, Freimaurer und Protestanten glauben, nicht aber wir Katholiken. Unser Gott ist ein lebendiger Gott, der an unserem Schicksal Anteil nimmt und nicht untätig zuschaut, wie wir in unser Verderben rennen. Darum gab es natürlich auch nach der Offenbarung des Johannes auf Patmos prophetische Mahnungen – teils durch Mystiker und Visionäre wie die hl. Brigitta von Schweden oder die hl. Katharina von Siena, die immerhin den Papst aus Avignon zurückholte, den hl. Philipp Neri, den irischen Mönch und Heiligen Malachias oder, in unserer Zeit, den hl. Pater Pio von Pietrelcina. Aber auch durch Maria, die Königin der Propheten (wie sie die lauretanische Litanei nennt), etwa in den kirchlich anerkannten Erscheinungen von Paris (rue de Bac) und La Salette, Fatima, Kibeho oder Akita. Da auch diese „Privatoffenbarungen“ zunächst von offiziellen Stellen kritisch gesehen oder gar bekämpft wurden, bevor ihre Authentizität unbestreitbar war, sollte man zumindest die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass Gott auch heute noch uns durch Prophetinnen und Propheten, Erscheinungen und mystische Botschaften mahnt und vor Irrwegen warnt. Denn nur ein Gott, dem wir nicht gleichgültig sind, ist ein lebendiger und liebender Gott.
Genau das aber veranlasst mich, auch den Botschaften von Sievernich zumindest offen gegenüberzustehen. Ganz ehrlich: Ich wäre gleichermaßen überrascht wie enttäuscht, wenn sich der Himmel in unserer Zeit der Gottvergessenheit, des Relativismus, der Infragestellung jeder Moral und jedes Anstands und inmitten der größten Krise der Kirche in ihrer 2000jährigen Geschichte nicht zu Wort melden würde. Wenn an den Grundfesten der göttlichen Schöpfungsordnung gezweifelt wird, wenn selbst Bischöfe und Kardinäle eine Todsünde relativieren, ja absegnen wollen, wenn der Mensch sich über Gott stellt und aufgrund vermeintlicher „Erkenntnisse der Humanwissenschaften“ den Katechismus und die kirchliche Morallehre umschreiben, ja sogar die Heilige Schrift bis zum „Vaterunser“, diesem ipsissimum verbum (ureigensten Wort) Jesu, verändern will, dann muss es darauf einfach eine Antwort Gottes geben. Es kann kein Zufall sein, dass die erste Serie der Erscheinungen von Sievernich von 2000 bis 2005 andauerte, also vom „Heiligen Jahr 2000“ bis zum Amtsantritt Benedikts XVI., als der deutsche Papst selbst zum prominentesten Propheten und Mahner Gottes wider den Zeitgeist wurde. Und dass die zweite Serie 2018 begann, also exakt zu dem Zeitpunkt, als der Irrsinn, der unter dem Namen „Synodaler Weg“ von Deutschland ausgeht und die Kirche in ein Schisma und die größte Glaubenskrise ihrer Geschichte zu stürzen droht, seinen Anfang nahm.
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Der Zeitpunkt für die Wiederaufnahme der Erscheinungen im November 2018 hätte rückblickend kaum besser gewählt worden sein; er trägt die Handschrift der göttlichen Vorsehung. Die erste Erscheinung der „neuen Serie“ fand zu einem Zeitpunkt statt, als die Welt noch relativ geordnet erschien. Exakt 14 Monate später tauchte Corona erstmals in den Nachrichten auf, als die ersten Fälle aus Wuhan/China gemeldet wurden. Danach war die Welt eine andere. Es folgten erst (wie in Sievernich exakt vorausgesagt) die „drei schweren Jahre“ der Pandemie (in Deutschland von März 2020 bis März 2023), dann, im Februar 2022, zehn Monate zuvor in Sievernich angekündigt, der Ukraine-Krieg mit seinen fatalen Folgen nicht nur für die Menschen im Kriegsgebiet, sondern auch für unsere Energieversorgung und die Versorgung der Welt mit Nahrungsmitteln.
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Nur der Gläubige weiß und die Botschaften von Sievernich versichern ihn darin, dass er selbst in dieser Zeit der Drangsal, der Verzweiflung und Zukunftsangst, nie allein ist. Es gibt einen liebenden Gott, der unser Heil will, und wir können ihm jeden Tag wieder neu begegnen. Dazu brauchen wir keine Erscheinungen und Privatoffenbarungen, dazu haben wir die Sakramente. In einer anderen Erscheinungsserie, im nordspanischen Garabandal zwischen 1961 und 1965 (siehe Hesemann, Garabandal – Warnung und Wunder, Illertissen 2022) sagte Conchita, eines der vier Seherkinder: „Es ist wunderbar, eine Erscheinung zu haben. Es ist noch schöner, die Stimme Jesu oder der heiligen Jungfrau in sich zu hören. Doch das Allerschönste ist, den Herrn in Gestalt der Eucharistie in sich aufzunehmen.“ Auch in Sievernich rät uns der Herr, ihm regelmäßig in der Eucharistie zu begegnen, ja zu „lebendigen Tabernakeln“ (Botschaft vom 25.5.23) zu werden. Wenn es den Botschaften gelingt, uns zu einem Leben im Glauben, in Treue zur Kirche, in Demut, Buße und Herzensreinheit sowie zu einem regelmäßigen Empfang der Sakramente der Versöhnung und der Eucharistie zu inspirieren, wenn sie uns sicher durch die Irrungen und Wirrungen unserer Zeit führen, dann haben sie ihren Zweck erfüllt. Wer jetzt sagt: „Dazu brauchen wir doch kein Sievernich, das lehrt die Kirche seit den Tagen der Apostel“ hat natürlich vollkommen recht. Doch gerade weil wir das immer wieder gerne vergessen, ist es gut und wichtig, daran erinnert zu werden, was Gott von uns will und was der Sinn und Zweck unseres Lebens ist.“
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Die Botschaften werden hier allen Interessierten zur Verfügung gestellt und dienen der Dokumentation, ihre Bewertung obliegt der römisch-katholischen Kirche. Die Bekanntgabe erfolgt, ohne diesem Urteil vorgreifen zu wollen. Mehr über die Richtlinien zur Beurteilung von Privatoffenbarungen finden Sie ->hier
Wir weisen darauf hin, dass weder die Botschaften, noch Ausschnitte daraus ohne Rücksprache mit Manuela weitergegeben und /oder an anderer Stelle veröffentlicht werden dürfen.